Als Team „Schweden“ ist die D1-Jugend der HSG Geislar/Oberkassel in den HSG Nations Cup in Limburg gestartet und hat dabei einen ersten Turniertag erlebt, der kaum abwechslungsreicher hätte sein können.
Der Auftakt gegen Island verlief allerdings komplett zum Vergessen. Gegen einen starken Gegner schaffte es die Mannschaft nicht, auch nur ansatzweise ihr Leistungsniveau abzurufen. Grundlegende Dinge wie Passen, Fangen, Abwehrverhalten und Entscheidungsfindung funktionierten kaum, sodass man folgerichtig deutlich unterlag.
Ein Start, der wehgetan hat uns allen klar gezeigt hat, dass es so nicht weitergehen kann.
Genau darauf folgte aber die richtige Reaktion.
Mit einer klaren und direkten Ansprache, einem neu gesetzten Fokus und gezieltem Powerbreathing brachte das Trainerteam um Kilian, Maxim und Frida wieder Energie und Spannung in die Mannschaft.
Und das war sofort sichtbar: Im zweiten Spiel gegen Brasilien stand plötzlich ein ganz anderes Team auf der Platte. Deutlich wacher, aggressiver in der Abwehr und mutiger im Angriff setzte sich Schweden mit 14:10 durch.
Das Spiel gegen Brasilien hatte dabei auch seine besonderen Momente: Einige sehr spannende Entscheidungen der Unparteiischen sorgten für Unruhe.
Umso stärker war es, dass sich die Mannschaft davon nicht aus dem Konzept bringen ließ, ruhig blieb und das Spiel trotzdem für sich entschied.
Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen ging es ins dritte Vorrundenspiel gegen die USA und auch hier bestätigte das Team seine steigende Form. Wieder stand am Ende ein 14:10-Erfolg. Besonders auffällig: Es wurde viel gewechselt, Spieler bekamen bewusst Einsatzzeiten auf ungewohnten Positionen und nutzten diese Chancen mit starken Aktionen und schön herausgespielten Toren.
Die Stimmung auf und neben dem Feld war jetzt eine komplett andere als noch zu Beginn des Tages.
Als Gruppenzweiter ging es anschließend in die Hauptrunde.
Dort wartete zunächst Ungarn. Hier zeigte die Mannschaft ihre bislang beste Turnierleistung. Mit einem klaren 12:6-Sieg über 15 Minuten dominierte Schweden das Spiel über weite Strecken und überzeugte sowohl defensiv als auch im Angriffsspiel.
Im zweiten Hauptrundenspiel traf man dann auf Japan, die bis dahin stärkste Mannschaft des gesamten Turniers.
Trotz großem Einsatz und erneut guter Phasen musste man sich hier mit 10:16 geschlagen geben.
Die Niederlage war am Ende verdient, da Japan an diesem Tag einfach die reifere und konsequentere Mannschaft war.
Unterm Strich bleibt ein erster Turniertag mit einer extrem starken Entwicklung innerhalb weniger Stunden: Von einem schwachen Auftakt hin zu mehreren überzeugenden Auftritten mit viel Energie, Teamgeist und Spielfreude.
Der verpasste Start hat jedoch verhindert, dass es für die Finalrunde um die Plätze 1 bis 4 gereicht hat. Stattdessen geht es am zweiten Turniertag in der Platzierungsrunde um die Ränge ab Platz 5 weiter, mit der klaren Mission, die gezeigte Entwicklung zu bestätigen und das Turnier bestmöglich abzuschließen.
Auf einen erfolgreichen 2. Turniertag!
Aber auch hier fehlte das Quäntchen Glück: das erste Spiel in der Finalrunde 2 wurde gegen die Niederlande mit der schlechtesten Turnierleistung mit 13:5 verloren. Auch das Spiel um Platz 5 ging mit 10.8 verloren, so dass am Ende Platz 6 heraussprang.
