Mit Ambitionen und Lokalduellen ins Ungewisse! (LIVESTREAM VERFÜGBAR)

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Am kommenden Samstag (19.09) startet die 1. Herrenmannschaft der HSG mit einem Heimspiel gegen den HSV Troisdorf (19 Uhr, IGS Beuel) in die noch undurchsichtige Landesliga-Saison 2020/21. Der derzeitige Spielmodus sieht für die Jungs von Felix Herzog und Zdravko Guduras ein absolutes Mammutprogramm von 30 Saisonspielen vor – ein Szenario, dessen Endgültigkeit angesichts der nicht abschätzbaren Corona-Entwicklung wohl zumindest angezweifelt werden darf. Doch das ist Zukunftsmusik – für das Team aus Geislar und Oberkassel heißt es nun zunächst: voller Fokus auf die ersten Saisonspiele. Und die verheißen gleich zwei handballerische Leckerbissen, hält das Auftaktprogramm gegen Troisdorf und Niederpleis (26.09.) doch gleich zwei Duelle mit Lokalrivalen aus dem heimischen Handballkreis bereit. Trotz Corona-Chaos und ungewöhnlichen Vorbereitungsbedingungen schraubt Spielertrainer Herzog jedoch die Ambitionen direkt hoch: Für die HSG geht es ab der ersten Begegnung um jeden Sieg, will man wirklich von Beginn an oben mitspielen. „Alles andere wäre enttäuschend. Angesichts des unabsehbaren Saisonverlaufs und der unklaren Aufstiegsregelungen muss es für uns darum gehen, uns möglichst früh in der Spitzengruppe festzubeißen“. Dabei kann es die HSG für sich hoffentlich als Vorteil verbuchen, dass die Favoritenrolle in der Landesliga Mittelrhein  definitiv anderen Mannschaften zufällt: „Hier sehe ich insbesondere die oberbergischen Vertreter TV Bergneustadt und HC Gelpe/Strombach II ganz vorne, außerdem den starken Aufsteiger der HSG Refrath/Hand II. Um mit diesen Mannschaften konkurrieren und oben mitspielen zu können, müssen wir von Anfang an möglichst viele Punkte einfahren.“

Um dieses Vorhaben zu erreichen, bedarf es natürlich vor allem des passenden Personals. Und in diesem Punkt brauch sich die HSG in der Spielzeit 2020/21 sicherlich nicht verstecken. Zwar schmerzen der Corona-bedingte Abgang von Erasmus-Student und Abwehrchef Làd’a Pokorny (zurück zu Házená Ùvaly Prag) sowie von Rückraum-Ass Pascal Arndt (nun Spielertrainer der zweiten Herrenmannschaft) besonders, jedoch kam es insgesamt zu keinem großen personellen Aderlass. Zwar stehen Pierre Girgi, Luca Schramm und Patrick Thomas der Mannschaft aus beruflichen oder privaten Gründen nicht mehr (vollumfänglich) zur Verfügung, werden jedoch ebenfalls hauptsächlich für die zweite Mannschaft auflaufen und dem Verein damit einen wichtigen Dienst beim Wiederaufbau einer schlagkräftigen Reservemannschaft erweisen. Dem gegenüber steht eine Reihe qualitativ hochwertiger Neuzugänge. Aus der A-Jugend der JSG GOG rücken insgesamt vier Spieler fest in den Kader der HSG: Tobi Behne wird zukünftig dafür sorgen, dass die HSG auf ein Torhüter-Quartett zurückgreifen kann. Der talentierte ehemalige Poppelsdorfer konnte sich bereits in der letzten Saison im Tor der Ersten beweisen und musste dementsprechend gar nicht mehr integriert werden. Den Abgang von Patrick Thomas kompensiert derweil Severin Heidrich: Der abwehrstarke Kreisläufer stellt ein waschechtes HSG-Eigengewächs dar und wird zukünftig gemeinsam mit Merlin Lohrey ein schlagkräftiges Duo am Kreis bilden. Zudem rückt mit Leo Santen ein weiterer ehemaliger Godesberger in den Kader der HSG: Der Rückraum-Allrounder bringt ein starkes Spielverständnis und einige technische Finesse mit und durfte in den Vorbereitungsspielen bereits unter Beweis stellen, dass er einen enormen qualitativen Gewinn für den Rückraum der Ersten darstellt. Letzteres gilt unbestrittenermaßen eigentlich auch für den Vierten im Bunde: Würde Josha Ruloff sich nicht mit einer langwierigen Schulterverletzung plagen, hätte der Halbrechte mit Sicherheit ebenfalls unter Beweis stellen dürfen, warum er bereits in der Saison 2018/19 mit Doppelspielrecht ausgestattet wurde und einige starke Auftritte im Herrendress hinlegte. Doch die Mannschaft wird sich wohl noch etwas gedulden müssen, bis Josha wieder an den Start gehen darf und sein Debut als „waschechter“ Herrenspieler geben darf – wir hoffen auf baldige Besserung!

Komplettiert wird die Runde der Neuzugänge durch einen externen und einen halb-externen Zuwachs: Für die linke Außenbahn konnte die HSG sich die Dienste von Matthias Euscher sichern. Der 28-jährige Kölner wechselt vom TuS Ehrenfeld (Kreisliga Köln/Rheinberg) nach Bonn, kann jedoch durch einige Jahre beim TuS Königsdorf einiges an Verbands- und Landesliga-Erfahrung vorweisen. Im Vorbereitungs- und Trainingsbetrieb wusste er bereits zu überzeugen und konnte schnell in die Mannschaft integriert werden. Selbiges gilt für unseren letzten Neuzugang, wobei auch er kein gänzlich Unbekannter in der IGS Beuel ist: Auf Links- und Rechtsaußen wird fortan auch Christopher Wenzel für die Erste an den Start gehen. Er entstammt ebenfalls der Jugend des Godesberger TV und war bis vor einem Jahr noch in der JSG GOG aktiv, bevor ihn sein Studium der Sportwissenschaft nach Mainz verschlug. Da Chrissi in der kommenden Saison jedoch größtenteils in Bonn verweilen wird, freuen wir uns, den Vorzeige-Athleten nun ebenfalls zum Kader der Ersten zählen zu dürfen. Ergänzt wird der Reigen der Neuzugänge um die mit Doppelspielrecht ausgestatteten A-Jugendlichen der neu gegründeten Bonner JSG, die dem Stammverein der HSG zuzuordnen sind: Hier kann sich die Erste auf die erneute Unterstützung durch Pascal Sack (LA) und Ryan Wistoff (TW) sowie erstmals durch Olek Schlecht (RM) und Pascal Finkl (KL) verlassen.

Neben den qualitativ hochwertigen Neuzugängen setzt die HSG derweil auf Konstanz und Bewährtes. Unter den vielen Zusagen der verbliebenen Akteure dürften insbesondere jene von Trainer Zrdavko Guduras und Regisseur Jens Wessel herausgestochen haben. Beide stießen erst Mitte letzter Saison zur Mannschaft und konnten der HSG eine entscheidende Portion an Stabilität verleihen, welche sich vor Abbruch der Saison in zuletzt fünf siegreichen Partien in Folge ausprägte. An diese erfolgreichen Erinnerungen würde das Team nur allzu gerne anknüpfen, verdeutlichten sie doch einmal mehr, dass sich die Truppe aus Geislar und Oberkassel im Kampf um die vorderen Plätze nicht zu verstecken brauch, wenn sie nur die notwendige Konsequenz und Konzentration auf die Platte bringt.

Um dies unter Beweis zu stellen, bietet sich der HSG im Heimspielauftakt gegen die Nachbarn des HSV Troisdorf die erstmalige Gelegenheit. Das Trainerteam erwartet einen unbekannten, jedoch nicht zu unterschätzenden Kreisliga-Aufsteiger, der die HSG mit Sicherheit vor eine erste echte Herausforderung stellen wird. Eine eben solche Herausforderung werden mit Sicherheit die Begleiterscheinungen der Corona-Bedingungen sein. Aufgrund des Hygienekonzepts des Vereins ist der Zutritt zur Halle Beuel-Ost auf aktuell 42 Personen (14 Heim, 14 Gast + Funktionäre) beschränkt. Ob und inwieweit hierbei eine passende Heimspielstimmung zu erwarten ist, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz möchten die Jungs von Guda und Felix einen gebührenden Einstand feiern und das Beste aus der Situation machen, auch wenn man sich den ersten waschechten Heimspielauftakt seit vier Jahren sicherlich anders vorgestellt hat. Doch so wird es in dieser unabsehbaren Saison wohl noch einige Male laufen – ihre Ambitionen möchte die erste Herrenmannschaft dadurch nicht begraben sehen. Wir sind trotz allem heiß darauf, wieder auf Punktejagd gehen zu dürfen.

Das Spiel wird angesichts der engen Hallenkapazitäten ab 18:45 Uhr hier auf der Homepage oder alternativ auf Youtube live gestreamt. Vielen Dank an die Firma ZENDRI für`s Ermöglichen!

Zudem wird es die Möglichkeit geben, freiwillig virtuelle Eintrittsgelder zu entrichten. Wer die Mannschaft also nicht nur durch`s Mitfiebern auf der Couch, sondern auch finanziell unterstützen müsste, kann dies über den beigefügten Paypal-Link gerne tun!