Verletzungssorgen vor dem Rhein-Sieg-Derby

Nach dem deutlichen Auftakterfolg der ersten Herrenmannschaft gegen den HSV Troisdorf steht für die Jungs aus Geislar und Oberkassel nun das nächste Lokalderby auf dem Programm. Am Samstag (18 Uhr) bittet der TuS Niederpleis die HSG in der Halle des Rhein-Sieg-Gymnasiums zum Nachbarschaftsduell. Die Gäste dürfte nicht nur eine gegenüber der Vorsaison grunderneuerte Niederpleiser Mannschaft, sondern zudem ein deutlich spielstärkerer und jüngerer Gegner erwarten als noch in der Vorwoche, besteht das Team aus St. Augustin doch mittlerweile größtenteils aus Spielern der starken Regionalliga-Jugendmannschaft. Mit Robin Maly wissen die Hausherren zudem ihren langjährigen Spielmacher künftig in der Rolle des Trainers an ihrer Seite, was der Mannschaft zusätzlichen Schwung verliehen haben sollte. Die Auftaktpleite der Niederpleiser gegen den Aufsteiger Pulheimer SC II darf hierüber nicht hinwegtäuschen und darf keinen Anlass geben, das Team des TuS Niederpleis zu unterschätzen. Dazu bietet sich der HSG auch aktuell keine Grundlage, fährt die Mannschaft der Trainer Felix Herzog und Zdravko Guduras doch einigermaßen gebeutelt und mit dicken Personalsorgen in den Rhein-Sieg-Kreis. Neben den langzeitverletzten Jogi Esser und Josha Ruloff wird die HSG noch auf einige weiterer Akteure verzichten müssen. Leo Santen, der sich im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Troisdorf verletzte, fällt aufgrund eines Außenbandrisses noch mehrere Wochen aus. Gleiches gilt für Niklas Fischer, der sich am Vorabend des Saisonauftaktes einer ambulanten Blinddarm-Operation unterziehen musste. Kreisläufer Merlin Lohrey entging im Auftaktspiel nach einer unglücklichen Abwehraktion nur hauchdünn einer schwerwiegenden Verletzung des Unterarmes,wird jedoch ebenfalls drei Wochen pausieren müssen. Zu allem Überfluss sind die Einsätze von Marvin Heuser und Kapitän Robert Windel verletzungs- und krankheitsbedingt aktuell noch fraglich, zudem wird Robin Dick am Samstagabend statt des Handballs die Drum-Sticks in die Hand nehmen. Da Olek Schlecht zeitgleich zur Pfeife greifen muss, wird auch er nicht für Entlastung im Rückraum sorgen können. Im Worst-Case-Szenario wird die HSG dadurch mit lediglich drei Rückraumspielern und einem Kreisläufer antreten müssen – eine äußerst enge Personaldecke angesichts des Tempospiels der jungen Hausherren.

Nichtsdestotrotz erhoffen die Gäste sich eine Fortführung des erfolgreichen Auftaktspiels, um sich frühzeitig in der oberen Tabellenregion festsetzen zu können. Dabei wird es auch auf die Unterstützung von den Rängen ankommen, um dem Duell auch unter Hygiene-Auflagen einen Hauch von Derby-Flaire einhauchen zu können. Im Gegensatz zur engen Halle Beuel-Ost stehen in St. Augustin mehr als ausreichend Zuschauerplätze zur Verfügung, um auch unter Berücksichtigung von Abstands- und Hygieneregeln allen interessierten Handballbegeisterten einen Platz zu garantieren. Zuschauer können sich mit ihren Kontaktdaten entweder spontan vor Ort für das Spiel registrieren lassen oder aber sich online voranmelden. Der TuS Niederpleis bittet jedoch um letztere Option, um den Organisationsaufwand so übersichtlich wie möglich gestalten zu können. Zudem werden die Zuschauer gebeten, sich kurz mit dem Hygienekonzept vertraut zu machen und die entsprechenden Regeln für Zuschauer zu befolgen (Mund-Nase-Schutz in Foyer und Gängen, darf am Sitzplatz abgenommen werden; Handdesinfektionsspender stehen zur Verfügung).

Wir freuen uns auf ein in jeglicher Hinsicht besonderes Derby!