Dritter Sieg in Folge verschafft weitere Luft im Abstiegskampf

Die erste Herrenmannschaft hat sich durch einen 29:21-Heimerfolg gegen den TV Bergneustadt weitere Luft im Absteigskampf erkämpft. Gegen das Tabellenschlusslicht erzielte die Mannschaft aus Geislar und Oberkassel ihren dritten Sieg in Folge und bestätigte damit ihre aktuell gute Form. Dabei erwies sich die Partie gegen die Oberbergischen als echte Charakterprobe, kam der HSG doch diesmal die klare Favoritenrolle zu, die es mit einem Pflichtsieg zu bestätigen galt. Angesichts der schmerzlichen Hinspiel-Niederlage war allen Beteiligten jedoch klar, dass ein Sieg gegen die Bergneustädter bei Weitem kein Selbstläufer werden würde. Nichtsdestotrotz startete die HSG konzentriert und mit Schwung in die erste Halbzeit. Über 3:1, 7:3 und 10:4 erspielten sich die Gastgeber eine komfortable und verdiente Führung, die aus einem effizienten Angriffsspiel und einem überragenden Torwart Sebastian Pecher resultierte. Letzterer zeigte seine mit Abstand beste Saisonleistung und besserte einige Fehler aus, die sich seine Vorderleute in der Abwehr noch leisteten. Mit einer deutlichen 18:11-Führung ging die HSG schließlich in die Kabine. Das Trainerteam Zdravko Guduras, Felix Herzog und Christoph Schlecht zeigte sich eindeutig zufrieden angesichts der anständigen und disziplinierten Leistung ihrer Mannschaft und so konnte die Vorgabe für die zweite Hälfte lediglich lauten, die Spannung aufrechtzuerhalten und weiter konzentriert zu arbeiten.

Dies sollte der HSG jedoch zunächst nur partiell gelingen. Eine chaotische Phase in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit sähte zunächst Zweifel daran, ob die HSG den Sieg sicher und konzentriert über die Spielzeit bringen würde. Das Angriffsspiel des TVB wusste die Fehler der HSG-Abwehr nun besser auszunutzen und produzierte einige freie Würfe. Doch erneut konnte sich die Hintermannschaft der Gastgeber auf ihren Keeper Pecher verlassen, der nun erneut mehrere freie Bälle spektakulär parierte und seinen berechtigten Unmut über die Unkonzentriertheiten seiner Vorderleute deutlich kundtat. Offenbar benötigten die Gastgeber diesen Weckruf – nachdem die Gäste zwischenzeitlich auf 19:14 verkürzt hatten und es einer weiteren Glanztat Pechers zu verdanken war, dass der TVB nicht auch noch auf vier Tore verkürzte, geriet der HSG-Motor wieder ans Laufen. Beim 23:16 in der 43. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt und das Spiel so gut wie entschieden. Wie auch schon in der ersten Halbzeit konnte sich die HSG zudem auf einige Undiszipliniertheiten der Gäste verlassen, die sich der strengen Linie der Schiedsrichter nicht anzupassen wussten und sich so immer wieder selbst dezimierten. Konnte die HSG hiervon in der ersten Hälfte noch nicht profitieren, nutzte man das Überzahlspiel nun deutlich besser aus, sodass der stark aufgelegte Patrick Thomas in der 55. Minute sogar einen 10-Tore-Vorsprung erzielen konnte (28:18). Am Ende gelang den Gästen jedoch noch leichte Ergebniskosmetik und das Spiel endete mit einem 29:21-Sieg für die Gastgeber.

Damit erzielt die HSG nicht nur den dritten Sieg in Folge, sondern auch den vierten Heimerfolg in Serie. Mit vier Siegen aus fünf Spielen ist die Mannschaft zudem überaus ordentlich in die Rückrunde gestartet. Klammert man die Auswärtsniederlage in Oberwiehl aus, lässt sich auch der Schlüssel zu diesem Erfolg deutlich erkennen: In keinem der Rückrunden-Erfolge kassierte die HSG mehr als 22 Gegentreffer, im Schnitt waren es sogar weniger als 21 – ein deutlicher Ausweis konzentrierterer Abwehrarbeit und fantastischer Torwartleistungen. Dies gilt es im kommenden schweren Auswärtsspiel zu bestätigen, wenn die HSG am kommenden Samstag um 16:30 Uhr beim Aufstiegsaspiranten TV „Jahn“ Wahn II antritt. Im Hinspiel gelang den Bonnern ein furioser Heimerfolg gegen die Spitzenmannschaft – ein Erfolg, der auswärts wohl schwierig zu wiederholen sein wird. Die HSG wird voraussichtlich weiterhin auf die verletzten Jogi Esser und Pascal Arndt, sowie die beruflich und privat verhinderten Jens Wessel, Luca Schramm und Pierre Girgi verzichten müssen. Hinter dem Einsatz des erkrankten Merlin Lohrey steht zudem noch ein Fragezeichen.

Es spielten: Pecher, Zander (TW); Herzog (7/4), Lunkenheimer (5), Pokorny (3), Thomas (3), Windel (2), Fischer (2), Wessel (2/1), Abu Albawakir (2/1), Ollefs (1), Dick (1), Gesell (1/1), Heuser

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